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Beitrag: Blog2_Post
  • AutorenbildTeam Kabenzmann

Bella Ciao - Teil 2

Aktualisiert: 5. März



... hier geht es also am Samstag, den 16.12.2023 weiter, da der erste Teil des blogs wohl aus Sicht der dämlichen Software (ich weiß jetzt warum die WIX heißt) voll ist. Jedenfalls werde ich irre, wenn ich versuche, weitere Bilder hochzuladen. 🤬


Dienstag, 05.03.2024


Wir stehen gerade am Sihlsee, in der Nähe von Einsiedeln in der Schweiz. Es ist wieder mal irre lang her, dass hier was geschrieben wurde. Liegt vielleicht daran, dass wir bei sehr bescheidenem Wetter Richtung Heimat unterwegs sind. Der Himmel ist wolkenverhangen, es regnet ab und an und die kommende Nacht geht die Temperatur auf 0 Grad runter. Ein wenig Schnee soll auch noch fallen.


Nachdem wir uns von Gabi und Elmar verabschiedet hatten, sind wir gemütlich die Adria-Küste weiter rauf bis kurz unterhalb von Venedig. Genauer gesagt bis Chioggia, was den südlichen Teil der Lagune von Venedig bildet. Hier hatten wir vorletzten Sonntag den letzten wirklich sonnigen Tag.



Von Chioggia ging es dann mit Stop an Gardasee, Iseo und Comer See weiter Richtung Norden. Letzten Sonntag haben wir dann die Alpen durch den Gotthardt-Tunnel überquert und sind seither in der Schweiz.

Erster Stopp war hier Brunnen am Vierwaldstädter See. Heute sind wir dann von dort aus ein paar Kilometer weiter und warten auf unseren Termin am Donnerstag bei Black Sheep hier um die Ecke.


Unterwegs, in der Nähe vom Gardasee wollte uns ein Pärchen mit dem "Spiegeltrick" abzocken. Die beiden standen allerdings wohl noch ganz am Anfang ihrer kriminellen Karriere.

Kurz vor der Ausfahrt zum Weingut Cà dei Frati werden wir von einem alten Opel überholt und man gab uns zu verstehen, dass wir bitte rechts ranfahren sollen. Durch unsere Erfahrungen aus der Vergangenheit wußten wir ja, dass wir am Kabenzmann unterwegs auch mal gerne Dinge verlieren 🙈.

So fahren wir die nächste Haltebucht an. Bonnie ist dann ausgestiegen und kommt zu uns an den Kabenzmann. Clyde bleibt derweil -ganz der faule Italiener- in der Karre sitzen.

Bonnie ist der englischen Sprache leider noch weniger mächtig als wir der italienischen und so redet sie halt in Ihrer Muttersprache auf uns ein. Es kommt öfter der Begriff "Buum" aus Ihrem Mund und irgendwann versteht Katja das Wort "Spiegel".

Alles klar, Katja steigt wieder ein, wir lachen die Dame herzlich an/aus und geben ihr zu verstehen, dass sie noch etwas üben muß, bevor das was wird.


Donnerstag, 22.02.2024


Ups, 10 Tage seit dem letzten Eintrag 🙈 Gestern Abend hatten wir ein schönes Abschiedsessen mit Gabi und Elmar im "Portside", nachdem wir jetzt knapp 4 Wochen gemeinsam unterwegs waren. Die beiden müssen sich jetzt ein wenig beeilen, da sie zuhause am Bodensee ein paar feste Termine haben. Es war eine sehr schöne gemeinsame Zeit mit den beiden und wir werden uns wahrscheinlich im Herbst schon wieder sehen um eine nächste, gemeinsame Tour in Angriff zu nehmen. Bis bald Ihr Zwei.



Von Monte Sant't Angelo (letzter Eintrag) sind wir ein Stück um Gargano rum und bei Vico del Gargano auf einem Stellplatz direkt neben dem Strand gelandet. Es war relativ windig und mit 20€ pro Nacht war dieser Platz doch etwas zu teuer (Duschen ging noch extra und außer Ver- und Entsorgung war nicht viel geboten).


Dann ging es für die geneigte Reisegruppe weiter nach Rodi Garganico. Hier haben Katja und ich ein sehr leckeres 5-Gänge Valentinstagsmenue genossen. Die Chefin hat uns dann am nächsten Tag noch mit selbst produziertem Olivenöl versorgt und 10 Zitronen aus dem eigenen Garten gab es noch obendrauf ❤️



Die nächsten Tage haben wir dann auch mal wieder selber gekocht und gebraten. Am nächsten Strand gab es bei schönem Wetter Burger und am nächsten Tag ein leckeres Chilli con carne. Die Außenküche will ja auch mal genutzt werden.



In der Nähe von Ortona stehen wir dann zwei Tage auf einem einfachen, aber sauberen Parkplatz und hier ist eine Bodega mit Restaurant ganz in der Nähe. Wir reservieren einen Tisch für den Abend und finden uns in einem Karaoke-Abend wieder. Das Essen war super lecker, der Wein ebenfalls, aber das highlight des Abends waren die tollen Menschen, die teilweise großartig singen können, vor allem aber unheimlich freundlich zu uns Ausländern sind. Wir fühlen uns wirklich herzlichst willkommen und verabschieden uns später am Abend mit Umarmungen.

Was für tolle Menschen! ❤️



Die Stellplatzsuche gestaltet sich in Küstennähe zunehmend schwieriger, da das Land hier zum einen dichter besiedelt ist, zum anderen verläuft die Eisenbahnlinie direkt am Wasser entlang und viele der Unterführungen sind für unsere hohen Karren einfach zu niedrig. Gemeinsam finden wir aber immer etwas zum Übernachten.



Montag, 12.02.2024


Wir stehen heute die zweite Nacht auf einem einfachen Parkplatz, etwa 10 Meter oberhalb der Adria bei Monte Sant' Angelo auf dem Stiefelsporn (Gargano). Seit dem letzten Eintrag aus Otranto haben wir schon wieder einige Kilometer hinter uns gebracht. Wir reisen nach wie vor zusammen mit Gabi und Elmar und werden das auch für die kommenden Tage noch machen.

Von Otranto aus ging es für uns weiter an der Küste entlang bis Torre Chianca, wo wir zwar recht malerisch standen, allerdings haben wir hier die Bekanntschaft mit dem ersten, eher unzufriedenen, jugendlichen Italiener gemacht. Der Kollege hatte nix besseres zu tun, als ein paar Glasflaschen in der Nähe der Wasserlinie zu zerdeppern und uns dunkel anzustarren.



Durch die Erzählungen von Reisefreunden haben wir uns schon ein wenig drauf eingestellt, dass zwischen hier und vielleicht Pescara die Camper nicht immer gerne gesehen sind und es auch hier und da zu Eigentumsdelikten kommen kann. Darüber machen wir uns allerdings in unseren dicken Schlachtschiffen eher weniger Sorgen. Auch hier bleibt die Nacht ruhig, bis um ca. 4:30 Uhr die Fischer Ihre Boote zu Wasser lassen.

Aber auch die sind so leise, dass wir es wahrscheinlich gar nicht mitbekommen hätten, hätte mich nicht die Blase gedrückt.


In Carovigno machen wir nur einen kurzen Zwischenstopp, bevor wir für zwei Nächte Alberobello mit seinen Trulli besuchen. Hübsch, die Steinhäuschen mit ihren meterdicken Wänden und den lose aufgestapelten Steinen zum Dach.



Um diese Jahreszeit ist herrlich wenig los, trotzdem finden wir ein Plätzchen zum Essen und auch eine nette Bar für den Absacker. In der Saison möchten wir uns das wahrscheinlich eher nicht geben.

Den zweiten Tag nutzen wir als Waschtag und ziehen vom Stellplatz um hinter die hohen Friedhofsmauern, da für den Abend Wind bis 80 km/h angesagt ist.


Von Alberobello haben wir eine längere Etappe bis an unseren jetzigen Stellplatz gefahren, da zum Einen das Wetter ziemlich durchwachsen (für unsere zugegebenermaßen hohen Ansprüche hier im italienischen Frühling) war und uns zum Anderen z.B. Manfredonia komplett abgeschreckt hat. Hier standen im Hafen Camper dicht an dicht und die Stadt war bei der Durchfahrt eher trist und verkommen.

Hier stehen wir jetzt wirklich schön und die Sonne war heute auch schon wieder für uns da. Morgen geht es weiter Richtung Vieste und wir sind gespannt, wo wir am Ende des Tages landen werden.



Dienstag, 06.02.2024


Wir sind heute im wunderschönen Otranto angekommen. Wassertechnisch erinnert uns das doch sehr an Sardinien, was übrigens auch mal wieder eine Reise wert wäre. Vielleicht nächsten Herbst auf dem Weg nach Tunesien, mal schauen. Es gibt hier jetzt auch nur ein Bild von Otranto, damit die daheimgebliebenen nicht zu neidisch werden.



Im Hintergrund stehen übrigens Mr. K. und sein Kumpel Franz'l - paßt so ein Platz, vor allem noch solange es recht windstill ist.


Wir sind die letzten Tage ganz langsam um die Hacke des Stiefels rum, haben uns z.B. den zweithöchsten Leuchtturm von Italien in Santa Maria di Leuca angeschaut. Hier treffen ionisches und adriatisches Meer aufeinander. Ebenfalls ein sehr schöner Ort.



Wir sind durch ein paar Engstellen, haben oben auf den Klippen übernachtet und ansonsten die Sonne und das Essen der Region genossen. Heute z.B. das Menue del Giorno mit Meeresfrüchte-Pasta, Dorade und Zitronensorbet, inkl. Weisswein für 24€ p.P. 😋



Das einzig blöde ist, dass wir seit Santa Maria de Leuca nur noch Richtung Norden fahren und somit gen Heimat, Regen, Kälte, Brückenchaos und größtenteils schlecht gelaunter Menschen. Vielleicht finden wir ja noch weitere Gründe und bleiben einfach hier.

Ach ja, da wäre noch einer in Form einer Email, die uns gestern Abend erreicht hat.



Donnerstag, 01.02.2024


Der erste Monat des neuen Jahres ist auch schon wieder rum und heute ist Elmars Geburtstag. Wir sind mittlerweile in Apulien, genauer gesagt, kurz vor Gallipoli auf einem Camping. Gestern war ein wenig LKW-Pflege angesagt. Elmar hat den Franz'l abgeschmiert und ich habe mich bei Mr. Kabenzmann um das Ölleck gekümmert, welches wir vor ein paar Tagen gefunden hatten. Ich hoffe es an der Dichtung der Ölwanne gefunden zu haben, zumindest ließen sich 3 oder 4 der Schrauben nachziehen. Wir werden das beobachten.



Von unserem schönen Strandplatz in Basilikata sind wir am Sonntag weiter gefahren und haben einen ersten Platz auf einem einfachen Strandparkplatz gefunden. Gut für eine Nacht, aber auch nicht mehr. Große Teile der Parkplätze standen auch noch unter Wasser. Muß hier doch ordentlich geregnet haben die letzte Zeit.



Dienstag geht es dann nur ein paar Kilometer weiter, wo wir einen sehr schönen Platz an einem Torre aus dem 16. Jahrhundert finden. Der spendet uns ein bißchen Windschatten und wir chillen hier zwei Tage, lesen, quatschen über die nächsten Touren, machen ein bißchen Sport und genießen ansonsten das Lotterleben.



Gestern Abend waren wir um die Ecke ne leckere Pizza essen und heute Abend läßt es sich Elmar nicht nehmen, uns zu seinem Geburtstag einzuladen. Vorher fahren wir aber mit dem Shuttle vom Camping mal nach Gallipoli rein und schauen uns den Ort an.


Freitag, 26.01.2024


Wieder ne Woche her seit dem letzten Eintrag ins Logbuch, es ist aber auch ganz schön entspannt hier in Süditalien. Sehr wenig Camper, mit Ausnahme der Dauercamper auf den Campingplätzen. In Spanien ist es sicher 3-5 Grad wärmer, dafür haben wir hier den Strand für uns alleine.



Am Samstag haben wir uns dann bei einem Kaffee von Cateno verabschiedet und etwas später auch von Sizilien. Es ging von Villa San Giovanni auf dem Festland die Westküste in Kalabrien hoch und wir finden unseren ersten Platz in Tropea, die Stadt der roten Zwiebeln, von denen natürlich auch einige eingepackt werden, als wir die schöne Stadt tags drauf wieder verlassen. Der Stellplatz, den wir im Auge hatten, war leider geschlossen, sodaß es ein einfacher Parkplatz am Meer für diese Nacht herhalten mußte. Am Sonntag sind wir ein bißchen durch die Stadt geschlendert und gegen Mittag weitergezogen.



Den nächsten Platz finden wir kurz hinter Pizzo. Hier stehen wir direkt am Strand, vor einem Pinienwald. Der Platz wäre auch gut für einige Tage, wenn nur nicht soviel Müll rumliegen würde. Hier ist wieder so eine Stelle, wo man gar keine Lust hat Müll zu sammeln, da man es gar nicht bemerken würde, wenn man hier 2 oder 3 Säcke mitnimmt. Echt schade. Ansonsten wieder ein kilometerlanger Strand nur für uns.



Von hier aus fahren wir die Küste weiter hoch bis Diamante, wo wir für 3 Tage auf einem Camping bleiben, welchen uns Gabi und Elmar empfohlen hatten. Die beiden waren dort gute drei Wochen. Wir stehen etwas erhöht auch hier direkt am Meer und oberhalb eines wirklich vergleichsweise sauberen Kiesstrandes.

Es gibt heiße Duschen und auch ein Restaurant auf dem Platz, wo wir mal ne gar nicht so schlechte Pizza essen gehen. Der Rotwein zur Pizza kam jedoch leider aus dem Kühlschrank - so fast "untrinkbar".

Diamante als Stadt hat zwar ein paar schöne Wandmalereien zu bieten, ist aber leider zu dieser Jahreszeit ziemlich ausgestorben. In der Saison ist hier sicher die Hölle los.



Gestern fahren wir die Grenze zwischen Kalabrien und Basilikata entland, um nach knapp 170 Kilometern an dem Strand anzukommen, an dem wir schon vor gut 3 Monaten waren, nachdem wir den Stiefel Italiens in der Mitte durchfahren haben. Hier haben wir Platz, feinen Sand, glasklares Wasser und Sonne. Außerdem liegt hier wenig Müll rum. Damals haben wir hier ganz liebe Menschen getroffen und auch diesmal bekommen wir sehr willkommenen Besuch. Die beiden grauen stehen nach längerer Zeit mal wieder zusammen.



Freitag, 19.01.2024


Wir sind wieder zurück auf dem Felsen und in Castelmola, wo vor ca. 10 Wochen unsere Rundreise hier auf Sizilien auch gestartet ist. Und wir sind natürlich auch wieder auf der Hacienda bei Cateno um ein bißchen Gartenarbeit zu verrichten. Allerdings ist das eher ein Alibi, denn den Großteil dieses wunderschönen Tages verbringen wir mit Essen zubereiten, Trinken, Quatschen, Feuer machen, Lachen, Essen, Trinken usw., den schönen Dingen des Lebens eben.

Mario ist mit seinem Sohn Marcello aus Brasilien zu Besuch in der Heimat und so ist die Runde diesmal auch etwas größer.





Es gibt Salsiccia auf alten Tonpfannen über dem offenen Feuer gegrillt, Artischocken aus dem Ofen, Fenchelsalat, selbstgemachten Wein, Feigen und Walnüsse, "Auberginen-Pampe", geröstetes Brot, alles einfach super lecker.

Danke an unsere Lieblings-Sizilianer für den wundervollen Tag.


Die letzte Woche am Strand von San Marco und auf dem Stellplatz von Sergio war relativ ereignislos. Zu erwähnen gilt es den schönen Abend, den wir gestern mit Daniel und Mirjam aus der Schweiz hatten, die uns im Kabenzmann besucht haben. Die beiden hatten wir bei unserem zweiten Besuch am Fornace Penna kennengelernt und dann gestern in San Marco wieder getroffen.

Daniel hat was ganz feines mitgebracht, einen Dalmore King Alexander, ganz leckeres Stöffchen. Die beiden sehen wir wahrscheinlich auf unserer weiteren Reise auch nochmal wieder, da wir ähnliche Routen verfolgen.


Außerdem haben wir vorgestern Kaja und Jannick kennengelernt, die sich mit Ihrem Wohnmobil etwas zu weit auf den losen Sand gewagt hatten. So durfte Mr. K. seine Muskeln spielen lassen und wir haben die zwei, oder besser drei (mit Hundedame Peanut) aus ihrer misslichen Lage befreien dürfen.



Morgen wollen wir dann den angesagten Regentag nutzen und uns von Sizilien verabschieden. Es hat uns super gefallen auf der schönen Insel und wir kommen bestimmt wieder.


Freitag, 12.01.2024


Nicht viel passiert hier am Strand kurz vor Giardini Naxos. Wir stehen mittlerweile schon seit einer ganzen Woche hier und werden wohl auch noch ein paar Tage bleiben. Die letzten vier Nächte stehen wir nicht direkt am Strand, sondern ca. 500 Meter entfernt, auf dem Stellplatz Oasis San Marco von Sergio. Grund, das Wetter und die Tatsache, dass unser Hund bei Mistwetter gerne soviel Dreck wie irgend möglich mit seinem Fell aufsammelt.

Hier bei Sergio liegt Schotter, der das deutlich einfacher macht.

Es ist die letzten Tage ordentlich was runtergekommen und da die Sizilianer es nicht so mit Kanalisation haben, sieht es sehr schnell so aus.



Jetzt gerade scheint kurz die Sonne und ab morgen früh soll sie das wieder für den größten Teil der kommenden Woche tun. Es wird auch wieder wärmer, so bis 20 Grad, was sich dann hier in der Januarsonne von Sizilien schon so anfühlt wie Hochsommer im Sauerland.

Wir ziehen dann morgen auch wieder um an den Strand und haben dann hoffentlich auch mal wieder einen freien Blick auf den Etna.


Cateno hat uns hier auch schon besucht und wurde im Kabenzmann bekocht. Mario, der alte Brasilianer soll die nächsten Tage auch noch nach Castelmola kommen, sodaß wir hier nach xx Jahren hoffentlich mal wieder ein Bierchen zusammen trinken können.


Samstag, 06.01.2024


Von unserem schönen Platz am Fornace Penna sind wir für 2 Nächte nochmal zurück ins wunderschöne Syrakus. Wir verabschieden uns also von Mirjam und Daniel, die wir dort kennenlernen durften und die uns auf Anhieb symphatisch waren. Schnell war klar, dass das auf Gegenseitigkeit beruht und so bekommen wir von den beiden auch noch ein Geschenk. Ein original schweizer Käsefondue 🫕. Vielen Dank nochmal dafür, aber noch mehr für Eure Gesellschaft.


Das passiert uns übrigens erstaunlich selten wie wir über die Zeit feststellen mußten. Letztes Jahr in Spanien waren wir ja längere Zeit mit Gabi und Elmar und dann später in Marokko sehr lange Zeit mit Birgit und Enrico unterwegs und auch damals hat es super funktioniert, aber häufig ertappen wir uns dabei, dass wir die Zweisamkeit (möglichst in der Einsamkeit) der Gesellschaft vorziehen.


Vom Wetter her sieht es aktuell so aus, als ob wir das Käsefondue heute Abend mal testen werden.


Aber kurz zurück nach Syrakus. Wir kommen am frühen Nachmittag an und trauen unseren Augen nicht. Wo wir vor 3 Wochen für vier Nächte am Stück vollkommen alleine standen, scheint jemand einen Stellplatz mit Freibier eröffnet zu haben.



Am Ende steht neben uns ein italienisches Wohnmobil, welches allerdings gut 2 Meter Abstand hält. Der Hammer dann am Abend, als ein Van mit deutschem Kennzeichen kommt und sich zwischen unseren Nachbarn und ein weiteres Wohnmobil klemmt, und zwar so, dass unsere italienischen Freunde Ihre Türe kaum auf bekommen würden.



Ich sehe mich auf den Plan gerufen und frage den Kollegen, der irgendwann aus dem Van aussteigt, ob sie unsere Nachbarn kennen. Er schaut mich erstaunt an und gibt mir auf englisch zu verstehen, dass er mich nicht versteht. Es stellt sich raus, dass er Norweger ist, seine Freundin Italienerin und die beiden den Van von Indiecamper gemietet haben. In Italien wohlgemerkt, mit deutschem Kennzeichen. Naja, egal, ich stelle die gleiche Frage auf englisch und er merkt sofort, dass er da doch etwas zu kuschelbedürftig war, zumal sicher noch 30 Plätze auf dem Parkplatz frei sind. Er parkt sofort um und gibt unseren Nachbarn wieder etwas Luft zum atmen, wir unterhalten uns noch ein bißchen über Norwegen und dies und das - netter Kerl.

Keine Ahnung, was passiert wären, wenn die Besatzung des Van's wirklich deutsch gewesen wäre, aber ich stelle mir die Unterhaltung dann anders vor.


Wir genießen also nochmal das tolle Wetter in der schönen Stadt, gehen auf dem Markt einkaufen, besuchen Borderi und den direkten Nachbarn Borgio 😋

Einen Abend gibt es Pizza im PianoB und am nächsten Abend ein Guinness und ein Filetto di Gorgonzola in einer Mischung aus Pub und Steakhouse. Sogar einen Talisker bekomme ich nach dem Essen noch.



Gestern zieht es uns dann weiter und wir fahren bis San Marco, kurz vor Giardini Naxos. Hier stehen wir wieder direkt am Meer und harren des Wetters, welches so vorhergesagt ist. Wind, Regen und Gewitter.

Gerade vor 10 Minuten hat es einen Donnerschlag getan das der Kabenzmann gewackelt hat und Katja sich sofort meinen Arm geschnappt hat. Hab ich so noch nie gehört und es war nur dieser eine Donnerschlag. Wir haben keinen weiteren Donner gehört oder auch nur einen Blitz gesehen. Komisch, aber so ist es halt.



Heute Morgen hatten wir noch Sonne, und so konnten wir noch einen Sack mit Müll vom Strand füllen und draußen frühstücken. Zur Not gibt es ganz in der Nähe einen Stellplatz mit allen Annehmlichkeiten, aber erstmal bleiben wir hier.



Dienstag, 02.01.2024


Frohes Neues (mit nem Tag Verspätung) !



Wir hoffen, Ihr hattet alle einen guten Start ins neue Jahr und wir wünschen euch allen Gesundheit & Glück, laßt es euch gut gehen, genießt das Leben und reist, wann immer sich die Möglichkeit bietet.

Wir haben den Jahreswechsel ganz gechillt hier am Fornace Penna verbracht. Bis ca. 21:30 Uhr haben wir am Feuer gesessen, gekocht und einen leckeren Rotwein von Gianfranco getrunken. Dann noch ne Folge unserer aktuellen Serie und um Mitternacht das Feuerwerk über der Bucht aus dem Schlafzimmerfenster raus geschaut.

Gestern war dann für die Jugend hier anschwimmen angesagt.



Im Hintergrund kann man den Kabenzmann erahnen. Wir haben uns mit dem Schwimmen zurück gehalten und sind ein bißchen am Strand spazieren gegangen, haben uns mit netten Reisefreunden aus der Schweiz ausgetauscht und das neue Jahr so entspannt begonnen, wie das alte geendet hat.


2023 war für uns wieder ein sehr schönes Reisejahr, auch wenn wir durch den Umzug und die Verzögerungen bei der Fertigstellung der Wohnung gefühlt deutlich zuviel Zeit in Lüdenscheid verbracht haben. Angefangen hat das alte Jahr ebenfalls mit Lagerfeuer, Birgit und Rico in Süd-Marokko. Auf dem Rückweg sind wir kulinarisch durch Portugal, Spanien und Frankreich gereist. Im Frühjahr/Sommer ging es für uns an die geliebten Strände von Dänemark. Seit Ende September ging es dann ganz langsam durch Deutschland, Luxemburg, die Schweiz und Italien bis ganz runter nach Sizilien, wo uns das Wetter bis dato wirklich verwöhnt.

Auch diese Woche werden es wieder bis 20 Grad im Schatten. So kann man den Winter aushalten.



Sonntag, 31.12.2023


Am Freitag haben wir uns gegen Mittag auf den Weg Richtung Fornace Penna gemacht. Zwischendurch in Ragusa konnten wir noch etwas einkaufen, u.a. einen sehr leckeren Balvenie 15yo Single Barrel Sherry. Die Whiskyvorräte sind über die Weihnachtszeit doch deutlich zurück gegangen.



Gestern sind wir dann nach einer sehr ruhigen Nacht rüber nach Marina di Modica spaziert um festzustellen, dass sich dort so einiges geändert hatte seit unserem letzten Besuch vor ca. 3 oder 4 Wochen. Der ganze "Marktplatz" war abgezäunt und der Boden aufgerissen/abgefräst. Hier soll laut Bildern auf der Absperrung ein ganz neuer, moderner Bereich im Zentrum des kleinen Örtchens entstehen. Das schauen wir uns bei unserem nächsten Besuch der Insel bestimmt mal an.


Später kommt dann der Dutch Oven über's Feuer und leider füllt sich der Platz zusehens. Standen wir gestern noch mit nur einem weiteren Wohnmobil auf dieser doch relativ großen Fläche, sind es heute Morgen schon 6 Camper, was doch ein bißchen zuviel ist, unserer Meinung nach. Hoffentlich leert es sich noch ein wenig für die anstehende Silvesternacht. Kochen müssen wir heute ja nicht mehr, da so ein gut gefüllter Dutch Oven auch in der kleinen Ausführung für 4-5 Portionen gut ist. So gibt es heute wieder Hähnchen mit Gemüse und Kartoffeln. Easy life.



Donnerstag, 28.12.2023


Morgen sind die zehn Tage schon rum, für die wir uns zunächst auf der Azienda Daino eingebucht hatten und wir haben uns entschieden, auch erstmal wieder zurück in den LKW zu ziehen und ein bißchen weiter zu fahren.

Es ist über die Feiertage hier eine wirklich schöne und ruhige Zeit auf dem Weingut von Francesco gewesen und wir haben die Pause vom Reisen sehr genossen.

Wir können diesen Ort jedem empfehlen, der in der Gegend ist und mal abschalten möchte.

Unser Tagesablauf in den letzten 1,5 Wochen sah ungefähr wie folgt aus und hat sich von Tag zu Tag nur marginal verändert:

Kaffee - Holz machen (Gerd) und Gänse rauslassen (Katja) - Lesen, Musik hören - Runde mit dem Hund (Katja) und Feuer machen (Gerd) - Frühstück (teils mit frischem Gänseei) - Lesen, bißchen am LKW basten (Gerd) und Brötchen backen (Katja) - Abendessen vorbereiten (Dutch oven dauert halt auch mal 3-4 Stunden) - Runde mit dem Hund - Gänse in den Stall lassen - Feuer im Kamin machen - Lesen, Serie schauen - ab ins Bett.


Heute machen wir schonmal ein bißchen sauber und räumen einige Dinge wieder in den LKW. Hoffentlich lassen wir hier nicht allzuviel liegen, da wir uns ja schon häuslich eingerichtet haben.

Morgen wollen wir über Ragusa zunächst nochmal an die Südküste, evtl. Fornace Penna, um dort das neue Jahr in Ruhe zu beginnen. Dann wahrscheinlich nochmal in unsere Lieblingsstadt Syrakus und dann geht es langsam wieder hoch Richtung Taormina, wo wir hoffentlich Cateno nochmal treffen. Der ist gerade in Deutschland, will aber Anfang Januar wieder zurück sein.


Aktuell planen wir auch schon ganz grob die erste Tour, die wir im Frühsommer mit dem Grenadier und dem Zeltanhänger machen möchten. Im Moment reizt uns England, Wales und Schottland. Mal schauen 👀 - wir werden berichten.


Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Weihnachts-Farmstay auf Sizilien.



Samstag, 16.12.2023


Hier jetzt die versprochenen Bilder, die verdeutlichen sollten, warum es nicht so unwahrscheinlich ist, dass wir Syrakus einen weiteren Besuch abstatten werden.



Die Stadt ist für uns auf jeden Fall eines der Highlights auf Sizilien. Da das Wetter etwas schlechter werden soll, haben wir uns dann am Samstag u.a. auch nochmal damit beschäftigt, uns nach einer Unterkunft mit vier festen Wänden für die Feiertage umzuschauen - ohne viel Hoffnung auf Erfolg.

Unsere Ansprüche sind ja nicht gerade niedrig. Der LKW müßte sicher nahe an der Unterkunft stehen können, wir brauchen auf jeden Fall etwas mit Heizung und natürlich -für's Ambiente- gerne auch mit Kamin. Ein überdachter Außenbereich mit Grillmöglichkeit wäre toll und natürlich muß auch Tugger willkommen sein.

Mit diesen Eckdaten bleibt nach ca. 15 Minuten genau eine Unterkunft die hier im Süden der Insel für uns in Frage kommt, und das ist die Azienda agricola Daimo in der Nähe von Caltagirone.

So schreiben wir Sabrina und Gianfranco an und fragen, ob wir uns das kleine Häuschen auf Ihrem Weingut mal anschauen können. Innerhalb von 10 Minuten haben wir die Antwort : "Jederzeit gerne!"


Also vereinbaren wir einen Besichtigungstermin für Dienstag Vormittag und machen uns am Sonntag schonmal langsam auf den Weg Richtung Nordwesten.

Bei ordentlich Wind und auch ab und an Regen, stellen wir uns für die nächste Nacht an den Strand von Agnone Bagni. Hier wird der Kabenzmann über Nacht wieder ordentlich "gesalzstrahl", sodaß der erste Weg am Montag Morgen uns in die Waschstraße in Lentini führt.



Frisch gewaschen fahren wir noch einige Kilometer weiter und schlagen uns dann in die Büsche. Gegen Abend kommt ein lokaler Viehwirt vorbei, erklärt uns, dass ihm die Kühe hier in der Gegend gehören und wir natürlich über Nacht hier auf dem Feldweg stehen dürfen.



Wieder der Daumen hoch, tolles Auto, wir fühlen uns hier wirklich willkommen !


Zum Abendessen gab es Gnocchi mit Salbei und Panchetta 😋 Dazu Tomaten-Mozzarella-Salat und Gedanken zur Besichtigung am nächsten Morgen.



Eigentlich war unser Plan, bei Gefallen ab ca. dem 23. für erstmal ne Woche zu mieten. Das Zufahrt zum Weingut relativ eng sein würde hatten wir auf google maps schon gesehen, aber Dank der Hilfe von Gianfranco und seinem Team war alles kein Problem. Kettensäge raus, 2-3 dicke Äste abgemacht und dank Einweisehilfe zügig durchs Tor.



Punkt 1 von der Liste schonmal abgehakt. Der Dicke könnte direkt neben dem Haus parken. Die übrigen Punkte wurden nach dem sehr herzlichen Empfang durch Gianfranco innerhalb kürzester Zeit bei der Besichtigung des Hauses und des Grundstücks ebenfalls erledigt.

Wir waren schlichtweg begeistert und hatten keine große Lust, den LKW überhaupt nochmal vom Hof zu fahren. Hier ein paar Gründe warum ...



Also einigen wir uns mit Gianfranco auf einen sehr akzeptablen Preis für die nächsten 10 Tage, schüren den Kamin und genießen unser neues "Kurzzeitzuhause" in vollen Zügen.

Wir machen jetzt offiziell erstmal Urlaub vom Reisen, und es hätte uns deutlich schlechter treffen können.


Mittwoch kommt Gianfranco dann mit seinem Landy nochmal vorbei und bringt uns zwei Kisten seines Weines. Einmal Rose und den preisgekröhnten Roten natürlich. Wir leben uns derweil ein, gewöhnen uns an den zusätzlichen Platz, den wir jetzt haben, erkunden die Gegend und machen draußen wie drinnen viel Feuer und am späten Nachmittag ist auch schon der Dutch oven mit Huhn und Gemüse fertig 😋



Gestern war dann Weihnachtsshopping angesagt und wir haben Mr. K aus seiner schmalen Parklücke raus- und ins nahgelegene Caltagirone reinmanövriert. Mit nem 12-Tonner 3 Tage vor Heiligabend in eine sizilianische Kleinstadt zu fahren, hätten wir uns schlimmer vorgestellt, aber wie schon im ersten Teil des blogs geschrieben, alles kein Problem hier.


Am Morgen hatte ich Gianfranco gebeten, mir einen Tipp zu geben, wo ich denn für die Feiertage gutes Fleisch bekommen könnte. Er empfiehlt uns die Fleischtheke eines bestimmten Supermarktes in Caltagirone, wo wir ca. 3 Stunden später sehr herzlich von Giacomo empfangen werden.

Er wurde von unserem host vorgewarnt und hat sich alle Mühe gegeben, uns mit dem besten Fleisch zu versorgen, was er so im Laden hatte.

Verständigungsschwierigkeiten gab es keine, wie auch, wenn es in Italien um gutes Essen geht. Kaninchen, Gulasch und Steak landen in unserem Einkaufswagen und in Kürze sicher auf Grill bzw. im dutch oven.



Neben Fleisch laden natürlich auch weitere lokale Leckereien in unserem Wagen - Panettone darf dabei keinesfalls fehlen.



Heute starten wir den Tag mit einem "Gänsei-Frühstück". Wir dürfen uns um die neun Ladies kümmern und dafür bekommen wir ab und an ein Ei, welches gut 3 Hühnereier groß ist.



Der Rest des Tages dreht sich um das Steak von Giacomo und schon wieder ist ein Tag im Paradies rum.



Naja, ganz rum ist der Tag noch nicht, irgendwer hatte wohl den Hühnerstall nicht vernünftig zu gemacht. So dürfen wir unsere Fähigkeiten als Hühnerjäger unter Beweis stellen. Nach 10 Minuten ist das gesamte Federvieh eingesammelt und es herrscht wieder Ruhe im Stall.

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